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Friedhofsgespräche als Angebot für Trauernde

Wer hat Interesse an dem Projekt?

Wer einen nahestehenden Menschen durch Tod verloren hat, trauert auf unterschiedliche Art und Weise. „Wer auf dem Friedhof das Grab des Verstorbenen besucht, kann die Beobachtung machen, dass es anderen ähnlich geht“, so die für die Gemeinde tätige Seniorenberaterin Gabriele Kortenbusch. „Einige befinden sich in stiller Trauer, gedanklich im Zwiegespräch mit dem Verstorbenen, andere würden gerne ein Gespräch führen, vor allem, wenn sie alleinstehend sind und niemand haben, der ein paar freundliche, aufmunternde Worte an sie richtet.“ Gerade der Sonntag könne für viele Alleinstehende der schwierigste Tag der Woche werden, wenn es kaum Angebote gibt und die Geschäfte geschlossen sind, weiß sie.

Gabriele Kortenbusch recherchierte und möchte nun, inspiriert durch ähnliche Angebote in anderen deutschen Kommunen, in Kriftel ein neues Projekt starten: die „Friedhofsgespräche“. Sie hofft nun, Menschen zu finden, die Freude daran hätten, unterstützt von der Seniorenberatung Kriftel ein solches Gesprächsangebot für trauernde und einsame Menschen anzubieten. „Ganz niederschwellig, ohne den Anspruch, einen Trauerbegleiter oder Seelsorger zu ersetzen“, betont sie. Denn dafür gebe es ja das professionelle Angebot der Kirchen und der Hospizvereine. „Da kann es im Gespräch ganz einfach auch nur einmal über eine geeignete Bepflanzung auf dem Grab gehen“, so die Seniorenberaterin. „Natürlich wäre es gut, wenn die Menschen selbst eine Trauererfahrung durchgemacht haben, in der sie aber bereits gefestigt sind. Wer versteht Menschen in vergleichbaren existentiellen Lebenssituationen besser, als jemand, der sie selber erlebt hat?“

Gabriele Kortenbusch würde sich freuen, wenn sich zwei oder mehrere Personen bei ihr melden, die bereit wären, sich in diesem Projekt ehrenamtlich zu engagieren und das Angebot mit Leben zu füllen. Wie oft es dieses Angebot dann geben kann und soll, ist Absprachesache. „Es wäre doch toll, wenn traurige Friedhofsbesucher nach einem Gespräch mit einem guten Gefühl nach Hause gehen, sei es durch tröstende Worte, sei es durch ablenkende Themen, sei es durch Kontakte, die geknüpft werden“, findet sie.

Abbildung: Die Trauerhalle - auf dem Krifteler Friedhof (Foto: Gemeinde Kriftel)

Interessierte melden sich bitte bei Gabriele Kortenbusch
Telefon: (06192) 40 04-26, E-Mail gabriele.kortenbusch[at]kriftel.de


Quelle: Pressemitteilung der Gemeinde Kriftel